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Das Volk von Mikron

„Bei näherer Betrachtung erkennt man deutlich die elfenhaften Züge des Volkes von Mikron. Nur viel kleiner sind sie, deshalb werden sie wohl auch Halblinge genannt. Sie selbst nennen sich allerdings Kêndar. Die Kêndar tragen gerne leinene und lederne Kleidung mit leuchtend farbigen Knotenmustern an den Säumen und herabhängenden Streifen (diese Kleidung wirkt keineswegs wie die eines Gauklers, da die farbigen Säume meist gut farblich abgestimmt sind und auch die Kender dafür ein zu elfisch wirkendes Auftreten haben) Ein Haarschmuck aus Federn und Bändern erfreut sich hoher Beliebtheit. Fast jeder Kender weiß seine Gäste durch einige "Zaubertricks" oder sein Flötenspiel zu beeindrucken und auch einem Scherz sind sie selten abgeneigt.“

Die Kêndar sind normalerweise einen guten Schritt groß (~140 cm), haben schlanke Figur, behaarte Füße, spitze Ohren, meist dunkelbraunes Haar, und eine elbenartige Erscheinung. Sie bewegen sich flink und unauffällig sowohl am Tage wie auch bei Nacht. Sie tragen Tuch und Lederkleidung, reich mit Ornamenten geschmückt, häufig in der Form von verschlungenen Knoten und Bändern. Beliebte Farben sind dabei gelbe, orange, rote bis dunkelrote Töne bei den Händlern des Clans Stealthbrace und anderen Personen des öffentlichen Lebens wie z.B. den Künstlern und Klingelkassengängern des Clans Bálbasi. (Es sei angemerkt, dass im Volke Mikron jeder einen Teil seines Einkommens, den er erübrigen kann an die Gemeinschaftskasse abgibt.)

Die Waldläufer bevorzugen gedeckte grüne und erdige und graue Farbtöne. Andere Gilden wie die a´Dhow bevorzugen indigoblau, nachtblau und schwarz. Viele tragen Schmuck aus Federn, Silber, Steinen, Moos, Holz und vielem mehr, auch eingeflochten in ihr Haar. Manche tragen das Haar offen andere zu feinen Zöpfen geflochten oder zu Strähnen gefilzt.

Man kann eigentlich jeden Kêndar als gewitzt und humorvoll bezeichnen, aber manche sind eher abenteuerlustig, andere lieber Händler. Was einem bei einem Kêndar sofort auffällt sind seine wachen Augen. Die Jungen Kendâr sind oft ein wenig durchtrieben und halten sich ungern an Regeln, durchstreifen das Land und die Wälder.


Die Dúrinu, die Krieger des Volks von Mikron tragen meist Kilts oder wildlederne Beinkleider und Kettenhemden. Zum besonderen Schutz werden Mäntel mit eingenähten und Metallplatten verwendet und ganz selten kommt sogar ein Brustpanzer zum Einsatz. Als Waffen werden schlanke Holz und Metallwaffen geschmückt mit Runen und Ornamenten bevorzugt, dazu wird oft ein schlankes, bemaltes Holzschild getragen. Die Krieger finden nichts unehrenhaftes dabei eine gegnerische Einheit in den Hinterhalt zu locken oder aus einer überlegenen Position anzugreifen, denn Tarnung und Taktik sind nun einmal auch Teil eines Kampfes.
Die Armee des Volkes von Mikron besteht aus drei Divisionen: Tempest ist die Wachgruppe in der Heimat, Scirocco ist die mobile Eingreiftgruppe und Typhoon die Seestreitmacht. Die Zuteilung zu den einzelnen Divisionen wechselt je nach Bedarf. Die einzelnen Einheiten sind in Shards (100-150 Mann) und Ringen (250-500 Mann) organisiert.

Das Volk von Mikron ist in einer lockeren Clanstruktur organisiert. Die Zugehörigkeit zu einem Clan bestimmen nicht nur Blutsbande, sondern auch die Fähigkeiten. Die Struktur entspricht einer Mischung aus menschlichen Gilden und kêndarischen Clans. Ein jedem jungen und alten Kêndar steht frei bei einer Familie seiner Wahl in die Lehre zu gehen. Wenn er sich bewährt wird er in den Clan aufgenommen. Das heißt aber nicht, dass er seine alte Familie aufgeben muss.
Die angesehenste Gruppe sind dabei die Dunari. Dazu zählen die DunDânan, Waldläufer die sich um die Sicherheit der Heimatlande kümmern, der jeweilige Laird Kîran, ein angesehener, alter Waldläufer und Druide, der die Region verwaltet.
Ansonsten noch die Kîrinatha, Kräuterkundige und Druiden und ein Vertreter der Familie deStôranion der die Aufgabe des Lagerverwalter des örtlichen Kîran übernimmt.
Der Clan Stealthbrace kümmert sich um Handel und Transport und wird dabei von den Krimhis bei Kräutertransporten unterstützt.
Der Clan Balbási beherbergt die Klingelkassengänger sowie Barden, Gaukler, Feuerspucker, Schwertschlucker, Scharlatane und andere. Die Nebelhalblinge der a'Dhow halten sich lieber im Hintergrund.


Die Kêndar sind gute Baumeister in Holz und Stein. Allenthalben findet man gepflasterte Straßen, Rundbögen und Steingebäude (an einigen Stellen sogar Steinerne stilisierte Gesichter an der Küste (wie in Norwegen)). Überall wird grauer, behauener Stein verwendet und die Gebäude oft mit Erde angeschüttet, manchmal sogar bis über das Dachgewölbe. Wo das nicht geschieht sind die Dächer mit großflächigen Holz oder Schieferschindeln gedeckt.

Eindrucksvoll sind die Hügelstädte des Volks von Mikron. Deren leicht schräger mehrere Fuß hoher Steinwall liegt meist auf einem flachen Erdwall und ist von innen bis zu vollen Höhe angeschüttet. An der Mauerkrone verläuft eine gepflasterte Straße. Die Tore bilden einrucksvolle Rundbögen, die tunnelgleich den Wall durchschneiden. Es folgt ein in die Anschüttung eingeschnittener, von Mauern gestützter Weg zu einem Innnentor.
Das Stadtgebiet selbst ist eine Mischung aus lichten Wäldchen und Ansammlungen von versetzt aneinander und übereinander gebauten volksüblichen Gebäuden. Einzelne Ansammlungen verschiedener Ebenen sind mit auf Wällen und Mauern entlangführenden Hochwegen verbunden. Überall stehen einzelne Bäume und die gesamten Anlagen sind von wuchernden Rankpflanzen geschmückt. Auf einigen der Anhöhen lassen sich auch Gebäude im Stil der Scheinriesen und Walhalli finden. Die wohl eindrucksvollste Stadt dieser Art ist die Festungsstadt Dilor in den fruchtbaren Ebenen südlich der kargen Sifed-Gebirgskette. In ihrem Zentrum wächst seit Urzeiten der Hain der Weisheit in dessen Mitte der Turm der Erde steht.
Das Volk von Mikron bewohnt den mittleren Bereich von Tektallum Cardánu rund um die Sifed-Gebirgskette und einen auch den östlichen Teil des Nordens.


Die Weber der magischen Fäden des Volks von Mikron erforschen die Strömungen des Meers der Träume, das Flattern des blauen Traumtuchs im Wind der Zeit. Vor nicht allzu langer Zeit konnte der Größte unter ihnen aus einem Karfunkelstein aus grauen Vorzeiten eines der legendären und magischen Traumaugen erschaffen. Dessen Geheimnisse konnten immer noch nicht zur Gänze entschlüsselt werden.

 

Der Kistallrat